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Kilimanjaro - Story Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Dienstag, 6. Januar 2009

22.12. - 27.12.2008 - ein Tourenbericht von Thomas Arnold

Mo., 22.12.2008 – Moshi (845 m) – Umbwe Gate (1640 m) – Umbwe Cave Camp (2930 m)

Gegen 8:30 Uhr kam Jeffery, mein Guide, den ich gestern bereits bei einem kurzen Briefing kennen gelernt hatte. Vom Hotel aus fuhren wir mit einem Jeep nach Moshi zum Office von Zara Tours. Hier stießen noch vier Träger und ein Koch zu uns. Ich fragte mich, wofür ein Kilimanjaro-Tourist einen Guide, einen Koch und vier Träger brauchte. Mein Gepäck bestand doch nur aus einer Tasche, die 14 kg wog und einem Fotorucksack (7 kg), den ich aber selbst trug. Jeffery meinte, wir brauchen so viele Träger wegen den ganzen Zelten, dem Essen und dem Kocher. Das leuchtete mir ein – je mehr Leute wir waren, um so mehr Zelte und Essen brauchten wir natürlich.
Wir fuhren weiter, zunächst zum Machame Gate. Dort bekamen wir das Permit für die Umbwe-Route. Von dort aus ging es weiter über holprige Sand- und Lehmpisten zum Umbwe Gate – dem Ausgangspunkt unserer Tour. Jede der offiziellen Routen am Kilimanjaro hat ein gleichnamiges Gate (Tor), welches nachts verschlossen ist. Ab 9:00 Uhr wird es geöffnet und man muss sich an dem selben registrieren, bevor man es passieren und mit dem Aufstieg beginnen kann. Meist stehen an dem Gate noch unzählige Einheimische und warten in der Hoffung, dass eine Gruppe vielleicht noch einen Träger sucht. Unsere Träger packten am Gate die Lasten in transportfähige Größen zusammen. Auf meine Tasche schnürten sie noch einen Campingtisch + Stuhl. Da ich wusste, dass die Träger die Lasten auf dem Kopf und nicht auf dem Rücken tragen würden, hatte ich meine Sachen diesmal nicht in einem Rucksack, sondern in einem Dufflebag verstaut.Equipment Umbwe Gate
Auf der Wiese vor dem Gate lagen nun unsere ganzen Sachen für die nächsten sechs Tage herum. Jede menge Lebensmittel sowie frisches Obst und Gemüse. Ich selbst bekam noch ein Lunchpaket ausgehändigt, von dem ich aber gleich die Hälfte wieder zurück gab. Soviel wie da drin war würde ich niemals auf der kurzen Tagesetappe von 4-6 h als Wegzehrung brauchen.
Bevor die Träger ihre Lasten aufladen konnten, wurden diese von einem der Ranger am Gate gewogen. 25 kg war das Limit pro Last für einen Träger. Man kann also sagen, dass wir ca. 125 kg Gepäck dabei hatten. Der Guide trug nur einen kleinen Citybag und ich meinen Fotorucksack. Hinzu kam noch Wasser für das erste Camp. Da wir dort kein Wasser vorfinden würden, mussten 20 l hinaufgetragen werden. Dafür engagierten sie eine Frau von den am Gate auf Trägerarbeit wartenden Einheimischen. Sie sollte das Wasser oben im ersten Camp deponieren.
Gegen 11:30 Uhr setzte sich unser Treck endlich in Bewegung. Zunächst ging es durch hohen dichten Wald leicht bergauf – wir wanderten durch die Regenwaldzone (1800-2800 m), in der es eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren gibt. Beim Laufen spendeten die Bäume hier Schatten, doch die Luftfeuchtigkeit ist relativ hoch, weshalb man schon etwas ins Schwitzen gerät.
Jeffery zeigte mir einen Affen, der hoch oben in einem Baum saß. Der Affe blieb sogar so lange sitzen, bis ich das Telobjektiv montiert hatte.
Umbwe Cave Camp
Nach 4 ½ h kamen wir am Umbwe Cave Camp auf 2930 m an. Die Träger bauten 4 Zelte auf – ich sollte warten und nichts tun. Zu meinem Erstaunen stellte ist fest, dass zwei der Zelte für mich sein sollten: eins zum Essen und eins zum Schlafen. Da im Moment die Sonne schien, brauchte ich das Esszelt natürlich nicht. Sie hatten den Tisch und den Stuhl draußen aufgestellt. Ramse, der Koch, stellte mir eine Schüssel mit warmem Wasser hin und legte ein Stück Seife daneben. Was für ein Luxus, wenn man bedenkt, dass die Frau das Wasser extra hier ins Lager hinauftragen musste, da es hier ja kein Wasser gab.
Kurze Zeit später brachte Ramse eine Thermoskanne mit heißem Wasser für Tee oder Kaffe und stellte einen Teller mit frisch gemachten Popcorn daneben. Teatime. So wird also der Kilimanjaro von ca. 30000 Touristen jedes Jahr bestiegen – und nun auch von mir.
Zum Schlafen hatte ich ein Dreimannzelt für mich allein. In das verschwand ich nach dem Abendessen, das ich im letzten Sonnenlicht, welches durch die Bäume schimmerte, genießen konnte. Während ich versuchte einzuschlafen, hörte ich noch lange die Stimmen der Anderen, die sich offenbar angeregt unterhielten. Schade, dass ich kein einziges Wort verstand. Irgendwann verstummten sie und man hörte nur noch einzelne Vogelrufe durch die Stille der Nacht.

Di., 23.12.2008 – Umbwe Cave Camp (2930 m) – Barranco Camp (3960 m)
Der Himmel über den Bäumen, zwischen denen sich das Lager befand, war blau und keine Wolke zeigte sich. Das Licht der aufgehenden Sonne schimmerte durch den Regenwald – ein herrliches Farbspiel zwischen Gelb und Grün.
Zeit aufzustehen. Ramse brachte wieder eine Schüssel mit warmem Wasser. Dann gab es Frühstück: spanisches Omelett, Toast und Obst. Bald packten die Träger die Zelte zusammen – 7:15 Uhr waren wir abmarschbereit. Das Wetter war perfekt, nicht zu warm und windstill. Man konnte im T-Shirt gehen. Die erste Stunde ging es steil bergauf über Steine und Wurzeln. Wenn es regnen würde konnte diese Passage sehr rutschig sein.Jiwe Kamba - Rope Rock
Auf ca. 3000 m gab es sogar eine kleine Kletterstelle zu überwinden (Jiwe Kamba – Rope Rock).
Senecien
Bald wurden die Bäume niedriger und lichter. Wir kamen jetzt in die Heide- und Moorlandzone (2800-4000m), eine Graslandschaft mit Hochmooren. Die mit Bartflechten behängten Erikabäume gaben der Landschaft etwas Mystisches. Außerdem gibt es hier bis zu 10 m hohe Riesensenecien und Lobelien.
Mit Sicht auf den Kibo-Gipfel ging es immer weiter den Umbwe-Bergkamm hinauf. Nach 4 ¾ h erreichten wir das Barranco Camp auf 3960 m. Hier treffen sich die Lemosho-, die Machame- und die Umbwe-Route. Mit der Einsamkeit ist es ab jetzt vorbei.. Die Hochfläche bot jedoch genügend Platz für alle, so dass man nicht dicht an dicht mit seinen Zelten stand.
Mein Zelt war bereits aufgebaut, ich erkannte es schon von weitem, da ein Tisch und ein Stuhl davor standen. Das Wetter lud jedoch im Moment nicht zum draußen sitzen eine. Ständig zogen dichte Nebelschwaden heran und es nieselte leicht. Gleich sollte es Mittag geben. Bis dahin machte ich ein Nickerchen. Ich bekam die French Fries mit Geschnetzeltem „ans Bett“ gebracht. Draußen hatte es sich mittlerweile eingeregnet, doch noch immer trafen weitere Trecker mit ihren Führern im Camp ein. Da ihre Zelte bereits standen, konnten sie sich schnell ins Trockene flüchten.
Fast den ganzen Nachmittag lungerte ich im Zelt herum und trank einen Kaffee oder Tee nach dem anderen. Gegen Abend hörte der Regen auf bzw. die Wolkendecke, in deren Höhe das Lager lag, hatte sich aufgelöst.
Ramse brachte Pfannkuchen und eine Gemüsesuppe als Vorspeise zum Abendessen. Als Hauptgang folgte panierte Hühnerbrust auf Reis mit Bratbananen und gekochtem Gemüse. Ich nahm mein Essen draußen ein während ich den Sonnenuntergang betrachtete.
Barranco Camp
Als es ganz dunkel war klarste der Himmel vollends auf und unzählige Sterne zeigten sich. Ich versuchte ein paar Aufnahmen mit Langzeitbelichtung zu machen, hörte aber schnell auf mit der Spielerei, nach dem ich sah wie schnell der Akku dabei leer wurde.

Mi., 24.12.2008 – Barranco Camp (3960 m) – Barranco Wall (4300 m) – Karanga Camp (4035 m)
Die Nacht war ruhig, man hörte nur das ferne Rauschen des Barranco Rivers. Als ich aufwachte, hatte ich Kopfschmerzen von der Höhe. Der heutige Akklimatisationstag würde mir sehr gut tun.
Da es draußen noch kalt war meinte Jeffery wir würden heute später losgehen. Erst einmal in Ruhe draußen frühstücken und dabei den Blick auf die Western Breach Wall und die Barranco Wall genießen. In der Western Breach Wall gibt es auch einige Kletterrouten, die jedoch ziemlich steinschlaggefährdet sind.
Barranco Wall
Unser weg führte nun durch die Great Barranco Wall, die sehr spektakulär aussieht. Tatsächlich bietet sie sogar ein paar leichte Kletterpassagen. Insgesamt ist es aber eher ein leichter Kletterpfad durch die Felswand. Trotzdem waren die Steine zum Teil glitschig, denn es regnete leicht. Nach einer guten Stunde erreichten wir das Ende der Wand auf ca. 4300 m. Jetzt führte der Weg bergauf bergab durch das Karanga-Tal. Die steinige karge Landschaft durch diese alpine Wüste erinnerte mich an den Aconcagua.
Nur noch vereinzelt traf man auf Gräser oder Blumen. Büsche oder gar Bäume findet man in dieser Höhe nicht mehr – nur noch Lavagestein weit und breit. Bald sahen wir das Karanga Camp vor uns liegen. Unwillkürlich denkt man, bis dahin ist es ja nur noch 10 Minuten. Dazwischen ist jedoch eine Schlucht, die man erst einmal hinunter und dann wieder herauf muss.
Karanga Camp
Nach 3 ¾ h erreichten wir das Karanga Camp auf 4035m. Mein Zelt war schon aufgebaut, was mich sehr freute, denn es regnete jetzt in Strömen. Zu Mittag gab es Hünchenkeule mit Kartoffeln und als Nachtisch Melone. Lecker wie immer.
Irgendwo im Camp dudelte ein Radio. Sie spielten „Holy Night“ und „Let it Snow“. So ganz und gar war es mir offenbar doch nicht gelungen mit der Kilimanjaro-Besteigung der Weihnachtszeit zu entfliehen. Von den Guides und Trägern waren die meisten katholisch. Ihnen mochte es sicher nicht so leicht gefallen sein wie mir über Weihnachten nicht bei ihren Familien sein zu können. Zum Abendessen stellten sie mir jedenfalls eine Kerze dazu und zündeten sie an.
Heiligabend - Candle Light Dinner
Es war schon dunkel und unten im Tal sah ich die Lichter von Moshi und Arusha. Vermutlich würden die Leute da gerade ihre Geschenke austeilen. Mein Weihnachtsgeschenk würde ich mir übermorgen persönlich abholen, es wird der Gipfel des Kilimanjaro und damit der vierte meiner 7 Summits sein. Aber bis dahin musste ich mich noch etwas gedulden.

Do., 25.12.2008 – Karanga Camp (4035 m) – Barafu Camp (4640 m)
Über dem Tal ragte der Mount Meru deutlich aus der Ebene heraus.
Mount Meru
Über ihm zeigte sich ein roter Streifen am Himmel. Und über mir war der Kibo-Gipfel zum ersten Mal ganz deutlich zu sehen. Er war vom strahlenden Blau des Himmels umgeben und die aufgehende Sonne zauberte einen roten Schimmer auf seine Bergflanken. Ich schoss ein paar Fotos, döste dann aber weiter in meinem warmen Schlafsack.
Kilimanjaro im Morgenlicht
Es gab keinen Grund zur Eile am heutigen Tage. Wir hatten nur 650 Höhenmeter bis zum nächsten Camp zu machen. Nachdem wir gestern auf annähernd derselben Höhe geblieben und nun die zweite Nacht geschlafen hatten, fühlte ich mich bestens akklimatisiert und topfit.
Beim Aufstieg machte ich mir einen Spaß daraus, den langen Tross, der vor mir lag, zu überholen und sehr zügig zu gehen. Nach 1:40 h erreichten wir das Barafu Camp auf 4060 m. Wir hätten es unter 1:30 h schaffen können, wenn Jeffery nicht auf einer Zigarettenpause bestanden hätte.
Heute Nacht wollten wir zum Gipfel aufbrechen. Die meisten Gruppen starten zwischen 22:30 und 24:00 Uhr um bei Sonnenaufgang am Gipfel zu sein. Nachdem wir aber sicher etwas schneller sein würden, wollten wir erst 1:00 Uhr aufbrechen um nicht in der Kälte am Gipfel auf den Sonnenaufgang warten zu müssen. Die Sonne geht 6:30 Uhr auf, bis zum Stella Point sind es knapp 1100 Höhenmeter, weiter bis zum Uhuru-Peak noch einmal 170 Hm. Ich schätzte, dass wir ca. 5 h brauchen würden, wenn wir nicht allzu schnell gingen. Pole Pole, wie die Einheimischen sagen.

Fr., 26.12.2008 – Barafu Camp (4640 m) – Uhuru Peak (5895 m) – Mweka Camp (3080 m)
Jeffery weckte mich 0:15 Uhr. Ramse stellte mir Kekse und heißes Wasser für Kaffee oder Tee hin. Außerdem füllte er zwei Wasserflaschen auf. Die Träger und Ramse würden hier im Barafu Camp in den Zelten warten, bis Jeffery und ich vom Gipfel zurückkehrten.
Die meisten Gruppen waren schon unterwegs, es zog sich eine Schlange von den Lichtern der Stirnlampen den Berg hinauf. Es war nahezu windstill und nicht sehr kalt. Zunächst ging es ca. 140 Hm über plattige Felsen hinauf. Dann stieg der Weg aus Lavaschotter nur noch mäßig steil an. Gedanklich hatte ich mir den Aufstieg zum Gipfel in vier Teile zu je 300 Hm eingeteilt. Nach jedem Viertel wollte ich eine kurze Pause einlegen. Das erste Viertel ging ganz gut, dann bekam ich Kopfschmerzen, die ich jedoch auch das zweite Viertel noch ertrug. In der Halbzeitpause warf ich jedoch eine Kopfschmerztablette ein. Während ich weiterging träumte ich vor mich hin: „immer schön gleichmäßig gehen, den Rhythmus nicht verlieren“, „jeder Schritt führt dich weiter Richtung Gipfel“, „oben sitzt der Weihnachtsmann und hält den Gipfel als Geschenk bereit“.
Jeffery unterbrach meine Gedanken. Er sagte, wir kämen gut voran mit 300 Hm/h. Erstaunlicherweise konnten wir den Schnitt nahezu halten, obwohl ich im oberen Stück hin zum Stella Point, welches Jeffery „the killing part“ nannte, einen Atemzug pro Schritt machen musste. An dieser Stelle dachte ich mir, so leicht, wie viele behaupten, ist der Kilimanjaro gar nicht. Etwas anstrengen muss man sich schon.
Sonnenaufgang am Kilimanjaro
Als wir zum Stella Point (5730 m) kamen, ging gerade die Sonne auf. Der Rest bis zum Uhuru Peak sollte laut Jeffery nur noch „a piece of cake“ sein. Der ganze Himmel leuchtete blutrot und all die Gletscher schimmerten in dem rötlichen Licht.
Icefields atop of Kilimanjaro
Links von uns lag das gigantische Southern Icefield und weiter entfernt rechts das Eastern Icefield. Es ist kaum zu glauben, Forscher sagen ein völliges Verschwinden dieser Gletscher bis zum Jahre 2025 voraus. Der Grund dafür ist die globale Erderwärmung.
Kilimanjaro Summit
Gegen 6:35 Uhr erreichten wir den Gipfel Uhuru Peak und damit den höchsten Punkt Afrikas. Ich schoss ein paar Fotos, dann begannen wir auch schon wieder mit dem Abstieg. Der Gipfel lud nicht zu einem längeren Verweilen ein, da hier oben ein eisiger Wind wehte. Eine etwas längere Pause legten wir deshalb erst am Stella Point ein.
Je höher die Sonne stieg umso wärmer wurde es. Die Lavaschutthänge, die vom Stella Point zum Barafu Camp hinabführten, waren jetzt aufgetaut, was das Gehen bzw. „Hinuntergleiten“ etwas erleichterte. Hier sah ich einen Führer mit seinem Gast im Aufstieg. Der Gast machte nach jedem Schritt eine längere Pause um Luft zu holen. Während er dann den nächsten Schritt machte, schob ihn sein Führer von hinten kräftig an. Ich fragte mich, ob die beiden den Gipfel wohl erreichen würden und wie viele Stunden das noch dauern könnte.
Blick zum Kilimanjaro vom Barafu Camp
Um 9:45 Uhr waren wir zurück im Barafu Camp. Das Frühstück stand bereits bereit und ich machte mich gierig darüber her. Uns standen noch weiter 1560Hm Abstieg bis zum Mweka Camp bevor.
Die Mweka-Route ist eine reine Abstiegsroute. Alle Routen, mit Ausnahme der Marangu-Route, nutzen dieselbe für den Abstieg, was vermutlich „verkehrsleittechnische“ Gründe hat. Diese Route ist relativ kurz und steil, als ideal für den Abstieg am Gipfeltag. Besonders schön ist die Route allerdings oberhalb der Regenwaldzone nicht – nur Staub und Lavagestein.
Am frühen Nachmittag erreichten wir das Mweka Camp auf 3080 m und damit das vorläufige Ende dieser beeindruckenden Bergtour. Auf diesem Camp wollten wir noch einmal lagern, bevor wir morgen ins Tal zurückkehrten. Auf der Hütte der Ranger konnte man auch Bier kaufen und natürlich spendierte ich eine Runde für uns alle – jetzt war die Tour so gut wie vorbei.

Sa., 27.12.2008 – Mweka Camp (3080 m) – Mweka Gate (1630 m) - Moshi
Im Mweka Camp
Den heutigen letzten Tag am Berg wollte ich noch einmal genießen. Es ging durch die Regenwaldzone hinab zum Gate. Einige wenige Gruppen steigen am Gipfeltag gleich bis Gate ab, um wieder in den Genuss der Annehmlichkeiten zu kommen, die die Zivilisation bietet (Dusche, frische Klamotten, Bier, wieder in einem Bett schlafen). Aber ich glaube ihnen entgeht dieser schöne Abschluss, wenn man ganz entspannt und voller Zufriedenheit nach einer letzten Nacht im Zelt durch den schattigen Regenwald hinab wandert und vor sich hinträumt (vielleicht vom nächsten Berg?). Man wirft einen letzten Blick durch die Bäume auf den Kilimanjaro.
ein letzter Blick auf den Kilimanjaro
Am Gate angekommen muss man sich ein letztes mal registrieren. Es gibt hier zwei Bücher: „Climbers not summited“ und „Climbers summited“. Je nachdem ob man es geschafft hat oder nicht, gibt es dafür ein Zertifikat von der Parkverwaltung. Wer es nur bis zum Gillmans Point oder Stella Point geschafft hat, bekommt ein sogenanntes „Green Certificate“. Immerhin war er ja auch auf dem Kilimanjaro, wenn auch nicht am allerhöchsten Punkt.
Cheers
Vom Gate fuhren wir zurück nach Moshi und weiter zum Hotel. Hier feierten natürlich alle ausgiebig. Außerdem erwarten die Führer hier ein Trinkgeld für sich und die Träger von den ihren Gästen.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Januar 2009 )
 
 
   
 
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