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Live Report
No News Are Good News Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Donnerstag, 14. Mai 2009

Im Moment keine Neuigkeiten. Walter und Bernice sind nach Pheriche abgestiegen. Felix, Dagmar und ich halten die Stellung im Basecamp. Wir ziehen das Basislager den viren- und bakterienverseuchten Lodges vor. Die Ansteckungsgefahr durch kranke Trekker oder Durchfall durch schlechtes Essen ist uns einfach zu hoch. Außerdem ist es in den Lodges nicht unbedingt wärmer als hier oben. Abgesehen davon ist uns der Weg einfach zu weit: einen Tag runter und zwei wieder rauf. Die Höhe von 5350 m sind wir mehr als gewöhnt und wenn es uns abends kalt ist können wir selbst den Gasofen einschüren.
Die weitere Planung ist so, dass wir am Montag zu Camp 2 aufsteigen wollen - der Gipfel-Go! Bis dahin sind es aber noch ein paar Tage, die wir im BC aber locker rumbringen.


Felix und Dagmar


ein Stein des Anstoßes? (wenn der auf's Klozelt fällt...)

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
Filmen im Basecamp Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Mittwoch, 13. Mai 2009

Wenn es draußen schneit und man sich im Zelt in den Schlafsack verkriecht, reduziert sich das Dasein auf ganz wenige Dinge: Wärme, Essen und Trinken. Dann liegt man da träumt vor sich hin oder schläft am besten gleich ein. Solche Momente gab es in den letzten Tagen viele - wir warten noch immer auf besseres Wetter. Es hat so viel geschneit in den letzten Tagen und in höheren Lagen windet es stark. Da ist kein Gipfelversuch drin, wenn man nicht Erfrierungen oder gar sein Leben riskieren will. Demnach bleibt uns nur abzuwarten. Wann kommt endlich das Wetterfenster? Es sollte in der nächsten Woche kommen und dann werden vor allem die großen Teams gleich losstürmen. Sich da einzureihen und mitzugehen ist wenig empfehlenswert, da es vor allem an den Engstellen wie der Lhotseflanke oder am Hillary-Step zu einem regelrechten Gedränge kommen kann, das wir auf keinen Fall haben wollen. Aus diesem Grunde werden wir - vorausgesetzt das Wetterfenster kommt am Montag - erst ein, zwei Tage später gehen. Hoffen wir, dass das Wetterfenster groß genug für alle ist und auch für uns und noch optimales Wetter bietet.
Den heutigen Tag werde ich filmen, ein paar Videoclips abarbeiten, die auf meiner ToDo-Liste stehen und die etwas von dem Leben im Basecamp zeigen sollen. Diese Filmsequenzen werden später Bestandteil des Fernsehfilms sein, den Mark Verkerk und Rene vor einigen Wochen in Kathmandu begonnen und bis zum Island Peak sehr aufwendig und gekonnt umgesetzt haben. Meine Aufgabe ist es nun diese Arbeit so gut es geht und wenn möglich bis zum Gipfel zu ergänzen. Ich hoffe, dass mir das gelingt und ein paar eindrucksvolle Shots dabei herauskommen.


wer Appetit auf einen Apfelstrudel hat kriegt den in der Everest Basecamp Bakery...


...und wenn's ihm danach schlecht ist kann er gleich ins Medical-Tent gehen

Im Ernst: die Apfelstrudel aus der Bäckerei sind echt nicht schlecht und im Medizinzelt müssen zu 80% Sherpas behandelt werden. Das Essen bei den meisten Expeditionen ist wirklich super - Durchfall oder Erkrankungen, die vom Essen herrühren könnten, sind ganz selten.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
Warten im Basecamp Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Montag, 11. Mai 2009

Heute schneite es schon den zweiten Tag und im Moment können wir nichts anderes machen als warten und uns irgendwie die Zeit zu vertreiben. Manchmal ist es nicht ganz einfach sich die Motivation zu bewahren, wenn es schneit hat man auch nicht viel Lust herum zu laufen und so verbringt man viel Zeit im Schlafsack bzw. im Zelt. Der Wetterbericht trägt auch nicht zur allgemeinen Begeisterung bei, aber wir sind guter Dinge und geben die Hoffnung auf Wetterbesserung noch lange nicht auf. Sobald sich ein gutes Wetterfenster zeigt, werden wir sofort starten zu unserem Gipfel-Go. Dieser wird vermutlich so aussehen:
Tag 1: Basecamp - Camp 2
Tag 2: Ruhetag Camp 2
Tag 3: Camp 2 - Camp 3
Tag 4: Camp 3 - Camp 4
Tag 5: Camp 4 - Gipfel Everest - Camp 4
Tag 6: Camp 4 - Camp 2
Tag 7: Camp 2 - Basecamp


Vollmond zwischen Everest-Westschulter und Nuptse


Körperpflege als Zeitvertreib...

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
Wintereinbruch im Basecamp Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Sonntag, 10. Mai 2009

Im Moment haben wir schlechtes Wetter und alle Teams, die vom Basecamp Richtung Gipfel aufbrechen, kommen nach kurzer Zeit wieder zurück. Ungeduld ist fehl am Platze. Abwarten und sich die Zeit vertreiben ist jetzt die beste Lösung. Dagmar, Felix und ich sind heute nach Ghorak Shep abgestiegen. Einfach auf ein Bier und um uns etwas Bewegung zu verschaffen. Das hat uns gut getan, weil wir gemerkt haben wie leicht wir uns akklimatisiert auf dieser Höhe bewegen. Beim ersten Mal von Ghorak Shep zum Basecamp hinauf haben wir noch 3 Std. gebraucht, während wir den Weg jetzt leicht in einer Stunde zurücklegen können.
Bei unserer Rückkehr schneite es und jetzt sieht es so aus wie auf dem Bild: 10 cm Schnee im Basecamp!


"Wintereinbruch" im Basecamp


Krishna Bahadur Sunuwar - unser fleißiger Sherpa in der Küche sorgt für unser leibliches Wohl

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
Zum Lawinenunfall im Khumbu-Gletscherbruch Drucken E-Mail
Geschrieben von Felix Stockenhuber   
Samstag, 9. Mai 2009

Nachdem Walter, Bernice und Lhakpa ungefähr 30 Höhenmeter vor uns die volle Wucht der Lawine abbekommen haben, haben Tomsky und ich an der Felswand den Lawinenabgang ohne gröbere Schäden überstanden.
Daher war es uns auch möglich zusammen mit der indischen Klettergruppe, die mit uns zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs auf gleicher Höhe war, bei der Bergung von Bernice und Walter aus der Gletscherspalte, in die sie beim Lawinenabgang gefallen waren, mit zu helfen. Nachdem Bernice nach rund einer viertel Stunde mit leichter Schocksymptomatik aus der Gletscherspalte geborgen werden konnte, dauerte die Bergung von Walter eine halbe Stunde. Walter war zum Zeitpunkt der Bergung bereits in einem ausgeprägten Unterkühlungsschock und wurde unmittelbar nach der Bergung bewusstlos.. Es war daher umgehend notwendig Walter trotz der Gefährdung durch den möglichen Abgang weiterer Lawinen, vor Ort auf ungefähr 5600 Metern mit entsprechender Schocktherapie mit Infusionen und Kreislauf stärkenden Spritzen zu stabilisieren. Erst nach 1 ½ Stunden war schließlich der schwierige Abtransport Richtung B.C. möglich.
Schließlich möchte ich darauf hinweisen, dass es der Geistesgegenwart und des unverzüglichen und hartnäckigen Einsatzes von Frau Dr. Dagmar Wabnig zu verdanken ist, die zufällig bereits im Base Camp war, dass rechtzeitig entsprechende intravenöse Therapie zu mir hinauf in den Gletscherbruch gekommen ist, mit der mir die Stabilisierung des Gesundheitszustandes von Walter schließlich gelungen ist.

Tomsky und Bernice hatten in der Zwischenzeit zusammen mit anderen Helfern die Suche nach unserem seit dem Unglück vermissten Sherpa Lhakpa aufgenommen. Leider konnte unser Sherpa Lhakpa trotz intensiver Suche bis zum heutigen Tag nicht gefunden werden. Er hinterlässt eine Familie mit zwei kleinen Kindern. Ein entsprechender Spendenfond wurde eingerichtet.


Sherpa Lhakpa Nuru (auf Camp 2 am 06.05.2009


Bergführer, Sherpas und Teilnehmer verscheidender Expeditionen halfen bei der Suche nach dem verunglückten Sherpa Lhakpa Nuru
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
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