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Live Report
Tag der Arbeit Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Freitag, 1. Mai 2009

Heute ist der Tag der Arbeit und für uns ein weiterer Ruhetag im Basislager. Seit gestern Nachmittag und die halbe Nacht hat es geschneit, doch der Schnee taut schon wieder. Von den Steilhängen des Nuptse und der Everest-Westschulter gingen ein paar Lawinen herunter. Die Sherpas haben in den letzten Tagen Lager 3 in der Lhotseflanke und Lager 4 am Südsatttel errichtet. Sobald das Wetter besser wird wollen wir unsere zweite Rotation starten. Das wird wahrscheinlich Sonntag oder Montag sein. Alles hängt vom Wetter ab. Möglicherweise starten einige ungeduldige Teams schon früher. Von deren Übereifer lassen wir uns aber nicht anstecken. Erst wenn das Wetter und vor allem Wind- und Schneeverhältnisse optimal sind werden wir wieder aufsteigen. Wir liegen noch sehr gut im Zeitplan.


Waschtag im Basislager


an der Gasheizung im Esszelt aufwärmen...

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
Can you read my mind? Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Donnerstag, 30. April 2009

Im Moment ist schlechtes Wetter und so wie es aussieht hängen wir bis Sonntag oder Montag im Basislager fest. Zur Unterhaltung gibt es heute mal ein ein kleines Video von mir. Es zeigt die Dagmar bei der Rückkehr von einem Ausflug nach Gorak Shep und Basecamp-Ausblicke gefilmt mit meiner Helmkamera.

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 30. November 2010 )
 
Basecamp-Tour Drucken E-Mail
Geschrieben von Walter Laserer   
Dienstag, 28. April 2009
um euch eine kleine Vorstellung zu geben, wie wir hier heroben auf 5300 m leben, habe ich mich heute früh mit dem Fotoapparat auf eine kleine Tour durch unser Basislager gemacht. Im Vergleich zu früheren Expeditionen lebt man heute im Everest BC realtiv bequem, nach ca. 6 Wochen hier heroben freut man sich jedoch trotzdem immer wieder auf die Errungenschaften der Zivilisation Zuhause in Europa.

umweltschonendes Kochen mit dem Solarkocher

Sherpa-Küche

bequemes Klo

Klotonne zur Entsorgung

Esszelt von außen...

...Esszelt von innen

Esszelt der Sherpas

Esszelt und Schlafzelte

Solaranlage mit Autobatterie (Pufferbatterie)

Kommunikationszelt

Duschzelt von außen...

...Duschzelt mit Pumpe von innen

 Schlafzelt


Puja-Altar
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
Ein Tag im Basislager Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Dienstag, 28. April 2009

Wie sieht der Tagesablauf im Basislager aus? Dazu möchte ich erstmal das BC (Basecamp) selbst beschreiben: es liegt auf ca. 5350 m - einer Höhe an die sich der Mensch (ausreichend Zeit vorausgesetzt) gerade noch gut anpassen (akklimatisieren) kann. Diese Anpassung erfolgt indem man nach und nach Höhenimpulse setzt, d.h. man steigt weiter auf, sobald man an eine bestimmte Höhe angepasst ist. Im BC stehen etwa 300 Zelte von verschiedenen Expeditionen aus vielen Ländern. Es gibt sogar eine Bäckerei hier. Versorgt werden diese ganzen Leute durch unheimlich fleißige Sherpas, Träger und natürlich auch Yaks. Täglich wird frisch und gut gekocht. Keiner muss hier Tütensuppen essen, die Sherpas bereiten leckere Speisen zu und wenn jemand unbedingt Schokoladenpudding oder Pizza will, dann bekommt er das sogar. Und so beginnt bei uns der Tag im BC: gegen 8:00 Uhr kommt Krishna, einer unserer Sherpas, am Zelt vorbei und weckt mich mit den Worten: "hello, good morning, tea please". Ich rutsche müde mit dem Schlafsack zum Eingang des Zeltes und öffne es. Die Sonne scheint herein und Krishna ist schon bester Laune. Er reicht mir eine Tasse Tee herein, den ich langsam wach werdend schlürfe. Langsam wird es immer wärmer im Zelt und vor allem im Schlafsack. Zeit aufzustehen. Falls ich doch noch einmal einschlafe, kommt Krishna noch einmal vorbei und weckt mich mit den Worten: "hello, please, breakfast ready". Dann gehe ich ins Esszelt. Vor dem Esszelt steht ein Kübel mit warmen Wasser, wo man sich waschen und die Zähne putzen kann. Diese Gelegenheit nutze ich alle paar Tage mal. Im Esszelt kommen wir fünf immer zusammen. Hier steht ein großer Tisch, es gibt eine Gasheizung und Licht. Außerdem haben wir hier Strom über Solarpanelen und ein Satellitenterminal, mit dem wir eine Internetverbindung herstellen können.
Zum Frühstück gibt es u.a. Porridge, Toast, Marmelade, Spiegelei, Käse, Honig, Teigfladen, Pfannkuchen und einiges mehr. Für Getränke wie Tee oder Kaffee steht stets heißes abgekochtes Wasser bereit. Nach dem Frühstück sitzen wir meist noch beisammen oder es stehen Filmaufnahmen, Filmschnitte oder Webübertragungen an. Manch einer verkriecht sich auch noch einmal in sein Zelt und genießt die Ruhe.
13:00 Uhr gibt es Mittag, um alle herbeizutrommeln klopft ein Sherpa mit dem Kochlöffel auf einen Kochtopf - das ist das Signal zur Nahrungsaufnahme. Den Nachmittag verbringt auch jeder wie er möchte: Schlafen, Duschen, Wäsche waschen, mit anderen Teams im Basecamp plaudern oder eben filmen, fotografieren, E-Mails schreiben.
19:00 Uhr ist Abendessen, da ist es dann schon kalt im Esszelt und wir schüren die Gasheizung an. Dann wird es gemütlich warm. Gegen 21:00 Uhr verschwinden wir dann meistens mit einer Thermoskanne voll heißen Tee in unsere Zelte. Da jeder Licht in seinem Zelt hat, kann er dann noch lesen oder an seinem Tagebuch schreiben. So sieht ein Tag im Basecamp am Everest aus.


Blick am Morgen aus meinem Zelt


wieder einmal blauer Himmel und Blick auf den Pumori


das Abendessen wird serviert


die Sherpas kochen ganz lecker für uns

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
Camp 2 - 6400 m Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Freitag, 24. April 2009

Nach zwei Tagen in Lager 1 sind wir am Freitag zu Camp 2 aufgestiegen. Auch hier wollten wir zwei Nächte verbringen, am zweiten Tag einen Ausflug Richtung Einstieg in die Lhotseflanke unternehmen und dann wieder zurück ins Basislager absteigen. Auch in Lager 2 hatten wir wieder unruhige stürmische Nächte und fanden kaum Schlaf. Sonst ging es uns aber gut - mit der Höhe hatten wir keinerlei Probleme. Heute früh sind wir wieder bis zum Basislager abgestiegen. Der Khumbu-Eisbruch "verhielt" sich heute ganz ruhig und machte keinen Ärger. Alle Seracs blieben stehen und von den Hängen des Nuptse kam keine Lawine herunter. Erst am Nachmittag - da saßen wir aber schon bei Kaffee und Kuchen im Basislager - ging wieder eine gewaltige Lawine vom Nuptse herunter.
Die nächsten 3-4 Tage werden wir im uns im BC ausruhen, dann starten wir unsere zweite Rotation. Die zweite Rotation geht dann an einem Tag bis zum Camp 2 (kurze Pause in Camp 1) und am nächsten Tag durch die Lhotseflanke zu Camp 3 (zwischen 7300 m und 7500 m). In Camp 3 werden wir eine Nacht verbringen und dann wieder bis zum BC absteigen. Nach Abschluss der zweiten Rotation werden wir im Basislager wieder ein paar Ruhetage einlegen.


Camp 2 auf 6400 m - Blick auf die Lhotseflanke, den Lhotse und den Genfer Sporn


kurz vor dem Einstieg in die Lhotseflanke (ca. 6800 m)

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Juni 2009 )
 
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