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Live Report
Lhakpa's Körper wurde gefunden Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Montag, 21. September 2009

Lhakpas Körper wurde am 10. September im Khumbu Eisfall gefunden. Am Freitag, den 11. September, stiegen 4 Sherpas unter der Führung von Naga Dorje auf, um Lhapas Leiche zu bergen. Naga sagte, der Körper von Lhakpa wurde in einem tiefen Rinne etwas oberhalb von der Stelle gefunden, an der wir am Unglückstag nur seinen Bergstiefel fanden. Etwa 200m unterhalb der Stelle wo Lhakpa die Lawine am 7. Mai mitgerissen hat. Er wurde in der selben Eisrinne gefunden, in der vom 7.-10. Mai Ang Mingma, Phurba und Dawa Steven nach ihm gesucht hatten.
Am Samstag, den 12. September war der Körper von Lhakpa teilweise sichtbar und wurde von Nagas Team aus dem Schnee befreit. Er war in nahezu unversehrtem Zustand durch die Kälte. Das Team verhüllte ihn und brachte ihn über eine Eisfalleiter aus der Spalte. Naga und das Team trug ihn hinunter nach Lobouche. Sie erreichten die Ortschaft gegen 23:00 Uhr.
Am Sonntag, den 13. September setzen sie ihren Weg nach Pangboche fort, wo Lhakpa’s Bruder und andere männliche Angehörigen hinzukamen. Natürlich war Naga und sein Team sehr erschöpft als sie Pangboche erreichten, aber sie waren auch sehr glücklich Lhakpa seiner Familie zurückzugeben – etwas was sie seit Mai verzweifelt zu tun versucht hatten.
Es war schon wieder sehr spät geworden, als sie Pangboche erreicht hatten. Sie legten Lhakpa auf eine Liege in ein Zelt unweit der Stelle für die Einäscherung. Die ganze Nacht beteten zwei Lamas an seiner Seite und die männlichen Angehörigen führten die Bestattungsrituale aus und bereiteten die Feuerbestattung vor.
Aus Kathmandu kamen Dawa Steven Sherpa und Phurba Yangji, die Witwe von Lhakpa. Sie erreichten Pangboche am Sonntag zusammen mit einem Polizisten aus Khumjung. Lhakpa’s Bruder, Cousinen,  Cousins und Dawa Steven identifizierten ihn, so dass der Polizist den Totenschein ausstellen konnte, was so lange ausstand. Lhakpa’s Angehörige und Dawa Steven rieten Phurba Yangji den Leichnam nicht anzuschauen um ihre Erinnerungen nicht zu stören. Sie war damit einverstanden.
Am Montag Morgen (14. Sep.) führte Lama Geshe, der alte Priester aus Pangboche, den wir auf unserem Weg zum Everest Basecamp auch kennen gelernt und der uns damals gesegnet hatte, die letzten Rituale aus. Gegen 9:00 Uhr fand dann die Verbrennung statt. In der Kultur der Sherpas gilt der Montag als ein guter Tag, um eine neue Reise zu beginnen.
Alle sind jetzt glücklich, dass die Familie endlich ihren Frieden fand und Lhakpa nun wirklich Lebewohl sagen konnte.

(ins Deutsche übersetzt aus einem Mail von Dawa Steven Sherpa vom 20.09.2009)

 
Wieder im Basecamp Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Sonntag, 24. Mai 2009

Nur noch einmal durch den Khumbu-Eisbruch. Ich gebe Vollgas über alle Leitern und an den Fixseilen. Jetzt will ich nichts mehr anbrennen lassen. Nach 1 3/4 Std. habe ich das Monster hinter mir und bin im sicheren Basislager. Gott sei Dank. Felix ist auch heilfroh, als er wieder unten ist. Seine Frau sagte in einem Telefonat: "ich bin froh, dass du so vernünftig warst und im entscheidenden Moment umgekehrt bist". Das bringt es auf den Punkt: auf dem Gipfel waren wir diesmal leider noch nicht. Aber wir haben die Möglichkeit es noch einmal zu versuchen. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar und ich freue mich schon darauf mit den gesammelten Erfahrungen eines Tages einen vielleicht erfolgreicheren Versuch zu starten. Ich würde aber jederzeit wieder bei solch schlechten Bedingungen umkehren.
Allen, die diese Expedition hier im Web mitverfolgt haben, möchte ich sagen: schön dass ihr dabei wart und danke für den zahlreichen Zuspruch und Ansporn.
Vielen herzlichen Dank auch allen, die mich bei dieser Expedition unterstützt haben.


kurz vor Lager 1 - ein wunderschöner Blick auf den Pumori


Felix bei seiner Rückkehr ins Basecamp
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Juni 2009 )
 
Runter zu Camp 2 Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Samstag, 23. Mai 2009

Per Funk erfahren wir, dass Walter und Bernice es zum Gipfel geschafft haben. Wir gratulieren ihnen und hoffen, dass dieser riskante Besteigungsversuch ohne nennenswerte Erfrierungen abging und die beiden unversehrt zurück zu Lager 4 kommen. Es herrschen noch immer Windgeschwindigkeiten > 60 km/h, dazu schneit es. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind eher schlechter. Das Lager 4 am Südsattel auf fast 8000 m ist kein geeigneter Ort um auf schönes Wetter zu warten - in dieser Höhe baut der Körper nur noch ab. Felix und ich werden zu Lager 2 absteigen. Auf Lager 3 legen wir eine kurze Pause ein, trinken etwas und essen eine Kleinigkeit. Ich mache drei Kreuze, wenn ich das Gelbe Band und Lhotse-Flanke bei diesem Sauwetter hinter mich gebracht habe und in meinem Zelt auf Lager 2 liege.


Camp 3 - wie am Aconcagua 2006 bedeutet diese Pose: ich komme wieder und probier's noch einmal


Felix bei einer Rast auf Camp 3 beim Abstieg vom Südsattel zu Camp 2

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Juni 2009 )
 
Camp 3 Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Donnerstag, 21. Mai 2009

Wieder eine Etage höher - das Camp 3. Der Auftsieg durhc die Lhotse-Wand ist mir heute ziemlich leicht gefallen. Morgen geht es weiter zum Camp 4 auf den Südsattel. Es geht zunächst noch ein ganzes Stück die Lhotse-Wand hinauf, dann durch das Gelbe Band, weiter zum Genfer Sporn und endlich zum legendären Everest-Südsattel. Von diesem Platz habe ich schon so viel gelesen und Bilder gesehen, dass ich wirklich schon gespannt bin, den Südsattel mit eigenen Augen zu sehen. Von dort soll es dann nach ein paar Stunden Ruhe zum Gipfel gehen...


Camp 3 in der Lhotse-Wand


Blick vom Camp 3 auf den Pumori, der aus den Wolken herausragt

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Juni 2009 )
 
Camp 2 Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Mittwoch, 20. Mai 2009

Nach dem Aufstieg vom Basecamp über Lager 1 zu Lager 2 haben wir einen Ruhetag auf Lager 2 eingelegt. Für den 21. 5. ist bestes Wetter für den Gipfel angesagt - entsprechend viele Bergsteiger sind deshalb oberhalb von Lager 2 Richtung Gelbes Band/Genfer Sporn und Südsattel unterwegs. Wir müssen uns noch zwei Tage gedulden, da wir den 23. 5. als Gipfeltag geplant haben. Hoffentlich hält das gute Wetter so lange an.


Blick von Camp 2 auf die Nupste-Wand


über den Lhotse ziehen Wolken herein

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Juni 2009 )
 
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