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Live Report
12:49 h - Marangu Route an einem Tag Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Freitag, 2. Januar 2009
Ein gesundes neues Jahr euch allen, vielleicht hat ja einer ein paar Bier für mich mittrinken können - dann Prost im nachhinein!
Jeffery (mein Guide) und ich sind am Sylvestermorgen um 6:17 Uhr am Marangu Gate auf 1800 m gestartet. Wir hatten die Marangu Route zu nehmen, die vom Gate bis zum Gipfel etwa bei der Marathondistanz liegt und damit - was die Strecke auf der Horizontalen angeht - zu den längeren Routen am Kilimanjaro zählt. Was die Höhendifferenz betrifft, so checkt sie - wie die anderen Routen auch - bei 4000 Höhenmetern ein.
Vom Marangu Gate bis zum Mandara Camp (2700 m) brauchten wir 1:32. Hier "verlor" ich Jeffery leider. Bis zum nächsten Camp (Horombo Huts, 3700 m) vergingen 2:30. Die ersten 2000 Hm könnte man als schnelles Nordic Walking bezeichnen. Dann ging es für mich allerdings schon zur Sache: für die nächste Etappe bis zur Kibo Hut (4700 m) brauchte ich 3:27 h. Motivationsfördernd wirkte hier das Überholen von Leuten, die sich auf der dritten Tagesetappe befanden;-)
Guide und Permit noch immer außer Sichtweite und hinter mir, gab es nun Probleme beim Registrieren auf der Kibo Hut. Mit "wird bald kommen" gaben sie sich hier nicht ganz zufrieden. Ich machte dass ich fortkam - Richtung Gillmans Point auf 5681m. Der steile Weg durch den zum Teil losen Schotter hatte das Zeug zu einem echten Herzensbrecher (4:29 h). Einigermaßen platt, aber noch fit genug für den Rest zum Uhuru Peak, setzte ich mich zum Angriff auf die letzte Etappe (0:51 h) in Bewegung und erreichte bei Sonnenuntergang den Gipfel.
Insgesamt 12:49 h, Topzeit auf der Marangu Route und einer der ersten Deutschen, die den Kilimanjaro an einem Tag bestiegen haben (Info Nationalpark).
Die Tour war ein voller Erfolg für mich und wäre ohne die Unterstützung von Zara Tours nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken. Außerdem bedanke ich mich bei Christian Stangl, der mir wertvolle Tipps für diese Aktion gegeben hat.

In Kürze wie immer mehr Details...
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Januar 2009 )
 
Grünes Licht für Kili Speed-Go Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Dienstag, 30. Dezember 2008

Die letzten Tage verhandelte ich mit den verschiedensten Leuten um eine bezahlbare Genehmigung für den Kilimanjaro als Tagestour zu bekommen. Die Bestimmungen der Nationalparkverwaltung sehen das nicht vor, was so viel heißt, dass es fast unmöglich ist. Aber eben nur fast unmöglich. Zum Erfolg führte schließlich ein Telefonat der Eigentümerin und Managerin von Zara Tours (dem größten Reiseveranstalter in Tansania) mit dem Direktor der Nationalparkverwaltung. Das Resultat des Gespräches war, dass ich zwar ein 5-Tages-Permit für die Marangu-Route haben müsse (zum Preis von 520 US $), es aber schon heute bekommen würde und somit nicht an die offiziellen Öffnungszeiten der Nationalpark-Gates gebunden bin (ich will 6:00 Uhr starten, der Park öffnet erst 9:00 Uhr). Den Preis für den Guide, der mich natürlich wieder zwingend begleiten muss und den Tarnsport zum Marangu-Gate wird Zara Tours übernehmen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Zara Tours bedanken.


Die Tour besteht aus 5 Tagesetappen, die ich versuchen werde an einem Tag aneinander zu reihen:
Marangu Gate (1860 m) - Mandara Camp (2700 m)
Mandara Camp - Horombo Hut (3700 m)
Horombo Hut -Kibo Hut (4700 m)
Kibo Hut - Gillmans Point (5681 m)
Gillmans Point - Uhuru Peak 5895 m


Morgen früh starte ich zu meiner persönlichen Sylvesterparty auf dem Kilimanjaro. Ich wünsche euch einen guten Rutsch - trinkt ein paar Bier für mich mit.


Tomsky

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Januar 2009 )
 
Permit Trouble bei Kilimanjaro als Tagestour Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Montag, 29. Dezember 2008

Es gibt Schwierigkeiten mit dem Permit für eine Kilimanjaro Besteigung als Tagestour, da solche Aktionen in dem gewinnmaximierten Konzept der Nationalparkverwaltung offenbar nicht vorgesehen sind. Trotzdem bestehen noch gute Chancen, dass ich dieses spezielle Permit bekomme. Die Managerin und Eigentümerin von Zara Tours , dem größten Reiseveranstalter in Tansania, kümmert sich jetzt persönlich darum. Die sechstägige Besteigung letzte Woche habe ich ja bereits mit diesem Veranstalter unternommen, d.h. sie haben von mir schon ein gutes paar Dollar bekommen. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass es klappt und ich am Mittwoch oder Donnerstag durchstarten kann.

 Drückt mir die Daumen - Tomsky

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 30. Januar 2009 )
 
Kilimanjarobesteigung an einem Tag? Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Samstag, 27. Dezember 2008

Ein Aufstieg zum Kilimanjaro vom Tal bis zum Gipfel - geht das an einem Tag? Blöde Frage, sicher geht das an einem Tag! Die Frage ist nur ob ich es an einem Tag schaffe. Meine Akklimatisation kann ich nicht einfach so verpuffen lassen - deshalb: am Dienstag starte ich noch mal durch und versuche den Uhuru Peak an einem Tag vom Tal aus zu erreichen. Jeffery und ich werden gegen 6:00 Uhr am Marangu Gate starten und versuchen noch am selben Tag den Gipfel auf 5895 m zu erreichen. Also 4000 m Höhenmeter an einem Tag. Haltet mir die Daumen, das wird eine harte Nummer!

 Ciao Tomsky

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Januar 2009 )
 
Kilimanjaro - Hakuna Matata (no problem) Drucken E-Mail
Geschrieben von Tomsky   
Samstag, 27. Dezember 2008
22.12.08 Moshi (845 m) - Umbwe Gate (1640 m) - Umbwe Cave Camp (2930 m)
Ich kann es kaum glauben, jetzt geht es endlich los zur Tour auf das Dach Afrikas. Mit Jeffery, meinem Guide, fuhren wir mit dem Jeep nach Moshi. Hier stießen 4 Träger und ein Koch zu uns. Luxus pur für einen einzigen Bergsteiger! Sie kauften noch Essen ein, dann fuhren wir weiter zum Umbwe Gate, dem Ausgangspunkt unserer Tour. Hier packten die Träger die Lasten in für sie transportable Einheiten zusammen. Meine Tasche wog 15 kg. Der Träger, der sie trug, packte noch einen Campingtisch + Stuhl darauf (dass diese Dinge für bestimmt waren wusste ich noch nicht) und lud sich das Ganze auf den Kopf.
Es ging leicht bergauf durch hohen, dichten Wald, der viel Schatten spendete. Nach  4 ½ h kamen wir am Umbwe Camp an. Von den 4 Zelten, die die Leute aufstellten, "gehörten" zwei mir: eins zum Essen und eins zum Schlafen. Der Tisch und der Stuhl standen vor einem der Zelte. Bald wurde das Essen serviert. Vorher jedoch brachte Ramse, der Koch, eine Schüssel warmes Wasser zum Waschen. So fühlt sich also Bergsteigen am Kilimanjaro an.

23.12.08 Umbwe Cave Camp (2930 m) - Baranco Camp (3960 m)
Das Licht der aufgehenden Sonne schimmerte durch die Bäume über dem Camp. Nach dem Frühstück steigen wir auf. Das Wetter war perfekt, nicht zu warm und windstill. Man konnte im T-Shirt gehen. Es ging steil bergauf über Steine und Wurzeln. Sogar eine kleine Kletterstelle gab es zu überwinden. Bald kamen wir in die nächste Vegetationszone, die Bäume wurden niedriger und lichter. Die Landschaft hatte etwas Mystisches an sich. Weiter oben kamen wir in eine Moorlandschaft mit Riesensenecien und Lobelien. Es ging immer weiter den Umbwe Bergkamm hinauf bis zum Barranco Camp, das wir nach 4 ¾ h. erreichten.

24.12.08 Barranco Camp (3960 m) - Baranco Wall (4300 m) - Karanga Camp (4035 m)
Die Nacht war ruhig, man hörte nur das Rauschen des Barranco Rivers. Beim Frühstück konnte ich den Blick auf die Western Breach Wall genießen. Unser Weg führte jedoch rechts davon über die Barranco Wall hinauf. Hier gab es wieder einzelne leichte Kletterpassagen. Die Steine waren glitschig, denn es regnete leicht. Nach einer guten Stunde erreichten wir das Ende der Wand auf 4300 m. Jetzt ging es bergauf bergab bis zum Karanga Camp. Die steinige karge Landschaft erinnerte mich an den Aconcagua. Nach 3 ¾ Std. erreichten wir das Camp. Kurz darauf begann es in Strömen zu regnen. Irgendwo im Camp dudelte ein Radio. Sie spielten "Holy Night" und "Let it snow". Herzlichen Glückwunsch! Aber schließlich war heute Heiligabend. Ich bekam ein Candle Light Dinner in meinem Zelt serviert, das ich im Schlafsack genoss.
Im Tal konnte ich die Lichter von Moshi und Arusha sehen und über mir erstrahlte ein Himmel mit Millionen von Sternen. Direkt vor mir stand - quer - das Sternbild des Orion.

25.12.08 Karanga Camp (4035 m) - Barafu Camp (4640 m)
Unten in dem Tal ragte der Mount Meru aus der Ebene heraus und über mir war der Gipfel des Kilimanjaro zum ersten Mal ganz klar zu sehen. Nach einem gemütlichen Frühstück gingen wir die heutige Tagesetappe an. Die 650 Hm legten wir in 1:40 h zurück. Hätte Jeffery nicht auf einer Zigarettenpause bestanden, hätten wir es in 1:30 h schaffen können. Vom Barafu Camp würden wir heute Nacht zum Gipfel starten. Ich fühlte mich topfit und bestens akklimatisiert. Wir wollten den Uhuru Peak bei Sonnenaufgang erreichen.

26.12.08 Barafu Camp (4640 m) - Uhuru Peak (5895 m) - Mweka Camp (3080 m)
Wir starteten um 1:00 Uhr. Jeffery ging mit seiner Taschenlampe voraus und ich folgte ihm. Zunächst ging es 140 Hm über plattige Felsen/Steine hinauf. Gedanklich hatte ich mir die Tour in vier 300 Hm Abschnitte eingeteilt. Das erste Viertel ging ganz gut aber ich bekam Kopfschmerzen. Eine Kopfschmerztablette zeigte insofern Wirkung, als das ich davon etwas neben mir war.
Die Nacht war windstill aber kalt. Während ich aufstieg verfolgte ich drei Gedanken: 1. immer schön rhythmisch gehen und gleichmäßig atmen, 2. jeder Schritt führt mich dem Gipfel ein Stück näher 3. oben am Uhuru Peak sitzt der Weihnachtsmann und ich kann mir mein Geschenk (den Gipfel) heute abholen.
Jeffery sagte, wir lägen mit 300 Hm/h gut im Rennen und schaffen es wie geplant bis zum Sonnenaufgang zum Gipfel. Das nächste Stück bis zum Stella Point nannte er den "killing part", während der Rest dann nur noch "a piece of cake" sei. Ich stellte mich darauf ein, denn die nächsten paar hundert Höhenmeter waren wirklich ziemlich steil.
Als wir den Stella Point (5730 m) passierten ging gerade die Sonne auf. Erst zeigte sich nur ein roter Streifen am nachtschwarzen Himmel. Dann begann ein fantastisches Farbspiel, die aufgehende Sonne ließ die Gletscher am Gipfel rot erstrahlen. Vor uns lag der Krater, rechts von uns der Mawenzi Peak und links der Uhuru Peak - der höchste Punkt Afrikas, dessen Spitze wir um 6:35 Uhr erreichten. Allerdings lud das Dach Afrikas nicht gerade zum Verweilen ein, denn es war kalt und windig. Nach ein paar Fotos machten wir uns an den Abstieg. Vor uns lag noch ein weiter weg: der Abstieg bis zum Mweka Camp auf 3080 m.
Das Mweka Camp erreichten wir gegen 14:30 Uhr. Wir verbrachten wir die letzte Nacht am Kilimanjaro.

27.12.08 Mweka Camp (3080 m) - Mweka Gate (1640 m)
Ein letztes Frühstück am Berg. Ein paar Fotos, dann der Abstieg ins Tal. Unterwegs konnte ich ein paar Affen fotografieren. Nach 2 ¼ h erreichten wir den Parkeingang und waren am Ende unserer Tour.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Januar 2009 )
 
 
   
 
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